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Rechtliche Voraussetzung zur Schädlingsbekämpfung

GefStoffV, Anhang I, Nr. 3, Schädlingsbekämpfung
3.1 Anwendungsbereich

Nummer 3 gilt für die Schädlingsbekämpfung mit als akut toxisch Kategorie 1 bis 4 oder spezifisch zielorgantoxisch Kategorie 1 oder 2 eingestuften Stoffen und Gemischen sowie Gemischen, bei denen die genannten Stoffe freigesetzt werden, soweit die Bekämpfung nicht bereits durch andere Rechtsvorschriften geregelt ist. Nummer 3 gilt für jeden, der Schädlingsbekämpfung

  1. berufsmäßig bei anderen durchführt oder
  2. nicht nur gelegentlich und nicht nur in geringem Umfang im eigenen Betrieb, in dem Lebensmittel hergestellt, behandelt oder in Verkehr gebracht werden, oder in einer Einrichtung durchführt, die in § 23 Absatz 5 oder § 36 des Infektionsschutzgesetzes genannt ist.

Von einer Freisetzung ist auch auszugehen, wenn Wirkstoffe nach Satz 1 erst beim bestimmungsgemäßen Gebrauch entstehen. Nummer 3 gilt nicht, wenn eine Schädlingsbekämpfung in deutschen Flugzeugen oder auf deutschen Schiffen außerhalb des Staatsgebiets der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage internationaler Gesundheitsvorschriften durchgeführt wird.

Definition für „gelegentlich“ und „in geringem Umfang“:
1. Nur Einsatz von Kurzzeitmitteln, weniger als 2 Liter bzw. Kilogramm je Jahr.
2. Keine Langzeitmittel gegen Ratten, Mäuse, Schaben etc.
3. Keine Mittel die als gesundheitsschädlich, giftig oder sehr giftig gekennzeichnet sind.
4. Keine Maßnahmen, wenn eine besondere persönliche Schutzausrüstung benötigt wird.
5. Keine Ganzraumbehandlungen.
(Quelle: ASIG Ausschuss im Jahre 2005)

3.4 Anzeigepflicht 

(1) Wer Schädlingsbekämpfungen nach Nummer 3.1 erstmals durchführen oder nach mehr als einjähriger Unterbrechung wieder aufnehmen will, hat dies mindestens sechs Wochen vor Aufnahme der ersten Tätigkeit der zuständigen Behörde anzuzeigen.

(6) Sachkundig im Sinne von Absatz 4 ist, wer sich regelmäßig fortbildet und

  1. die Prüfung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Schädlingsbekämpfer/zur Schädlingsbekämpferin vom 15. Juli 2004 (BGBl. I S. 1638) abgelegt hat,
  2. die Prüfung nach der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Schädlingsbekämpfer/ Geprüfte Schädlingsbekämpferin vom 19. März 1984 (BGBl. I S. 468) abgelegt hat oder
  3. die Prüfung zum Gehilfen oder Meister für Schädlingsbekämpfung nach nicht mehr geltendem Recht in der Bundesrepublik Deutschland oder nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik abgelegt hat.

Sachkundig ist auch, wer eine Prüfung abgelegt oder eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, die von der zuständigen Behörde als den Prüfungen nach Satz 1 gleichwertig anerkannt worden ist. Beschränkt sich die vorgesehene Schädlingsbekämpfung auf bestimmte Anwendungsbereiche, ist sachkundig auch, wer eine Prüfung abgelegt oder eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, die von der zuständigen Behörde für diese Tätigkeiten als geeignet anerkannt worden ist.

Wer gewerbsmäßig Schädlingsbekämpfung durchführen möchte, benötigt darüber hinaus...
–für jeden Mitarbeiter
Erlaubnis nach § 11 TierSchG
–für den Betrieb
Anzeige der Tätigkeit gem. GefStoffV Anhang I Nr.3
Gewerbeanmeldung
Mitgliedschaft in der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege)

3.7 Dokumentation 

Die Anwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln ist ausreichend zu dokumentieren. Die Aufzeichnungen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. 

Fortbildungen & Zertifikate

 

 

 

 

 

 

Schädlingsbekämpfung für...
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